CHRIST Bericht zum 3. Quartal 2006

Mondsee - 20. November 2006, 08:00 MEZ

Anhaltende Zuwächse in allen wesentlichen Bereichen

  • Auftragseingang +4% auf 179,6 Mio. €
  • Auftragsstand +31% auf 175,0 Mio. €
  • Umsatzerlöse +17% auf 151,1 Mio. €
  • EBIT +220% auf 4,8 Mio. €

„Das dritte Quartal bestätigt den nachhaltigen Aufschwung in der Christ Gruppe. Mit den Akquisitionen Innoterv, KF und der Anteilserhöhung im strategisch wichtigen indischen Joint Venture Nishotech und der starken Ergebnisverbesserung im Segment Ultrapure Water sind wir auf Plankurs für 2006 und eröffnen weiteres Potenzial für 2007,“ so DDr. Karl Michael Millauer, CEO der Christ Water Technology Group.

Beim Auftragseingang konnte der Spitzenwert des Vorjahres (173,5 Mio. €) auf 179,6 Mio. € gesteigert werden. Die höchsten Zuwachsraten verzeichnet der Geschäftsbereich Food & Beverage (+ 76%), wo neben organischem Wachstum bei Van der Molen erstmals die Neuerwerbung KF Service enthalten ist. Auch Pharma & Life Science (+12%) profitiert von der weltweit guten Investitionsstimmung in der Pharma- und Biotech-Industrie. Die Zuwächse bei Municipal Water Treatment (+25%) resultieren in erster Linie aus der Erstkonsolidierung der per 1. Juli zur Aqua Engineering Gruppe gehörigen ungarischen Innoterv RT. Im Geschäftsfeld Mikroelektronik der Ultrapure Water Division hat die Konzentration auf qualitatives Wachstum zu einem gebremsten Auftragseingang geführt (-25% zum Vorjahr). Neuaufträge im investitionsfreudigen Kraftwerksgeschäft konnten den daraus resultierenden Rückgang wirksam abfedern. Die Auftragsbücher sind mit 175,0 Mio. € (Vorjahr 133,6 Mio. €) hervorragend gefüllt.

Nach den ersten drei Quartalen beläuft sich der konsolidierte Gruppenumsatz auf 151,1 Mio. € und liegt 21,6 Mio. € über dem Vorjahreswert (129,5 Mio. €).  

Umsatz (T €)

1-9 / 2006

1-9 / 2005

+/- %

Pharma & Life Science

34.734

31.867

+ 9,0%

Ultrapure Water

71.414

54.452

+ 31,2%

Food & Beverage

16.202

16.165

+ 0,2%

Municipal Water Treatment

28.701

26.996

+ 6,3%

Gesamt

151.051

129.480

+ 16,7%

In der Division Pharma & Life Science hat sich das Umsatzwachstum durch Projektverschie-bungen in Nord- und Südamerika und Irland auf 9% abgeschwächt. Die Geschäftslage ist weiterhin gut und die Auftragsstruktur ist nach Beendigung eines großen Pharma-Projektes durch eine Mehrzahl mittelgroßer Aufträge geprägt.

Die Umsätze in der Division Ultrapure Water weisen mit einem Plus von 31% die stärkste Steigerung auf und verteilen sich auf das vor allem in Asien florierende Geschäftsfeld Mikroelektronik, auf laufende Kraftwerksprojekte  in Europa und im Mittleren Osten sowie auf  industrielle Prozess- und Abwasser-Lösungen.

Die Division Food & Beverage befindet sich weiterhin auf Konsolidierungskurs, doch es ist bei Van der Molen gelungen, die zuletzt ertragsschwachen Projekte zu bereinigen und mit neuen Auftragsqualitäten die Ergebnisse zu drehen. Die 51%-Beteiligung am Aseptik-Spezialisten  KF Service ist erstmalig ab dem 3. Quartal enthalten, bringt jedoch noch einen geringen Umsatzbeitrag. 

Der Umsatz in der Division Municipal Water Treatment steigt ebenfalls kontinuierlich und spiegelt den hohen weltweiten Bedarf sowohl nach sauberem Trinkwasser als auch nach kommunaler  Abwasseraufbereitung wider. Durch die Zusammenarbeit und dem nachfolgenden  Erwerb des ungarischen Abwasserspezialisten Innoterv ist es gelungen in Ungarn  weitere interessante Kommunalprojekte zu gewinnen.

Der Umsatz im Servicegeschäft stieg im Jahresvergleich um 26% auf 24 Mio. € (Vorjahr 19 Mio. €). Der Anteil am Umsatz konnte auf 16 % gesteigert werden.

Das 3. Quartal schließt mit einem kumulierten Betriebsergebnis (EBIT) von 4,8 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €) und einer EBIT-Marge von 3,2% (Vorjahr 1,1%) und bestätigt die anhaltende Ertragsverbesserung in der Gruppe.

EBIT (T €)

1-9 / 2006

1-9 / 2005

+/- %

Pharma & Life Science

971

621

+ 56,4%

Ultrapure Water

3,460

289

+ 1.097,2%

Food & Beverage

-840

-786

-

Municipal Water Treatment

1,258

1,353

- 7,0%

Gesamt

4,849

1,477

+ 228,3%

Nachhaltige Investitionen in Marktausweitung (v.a. USA, China, Indien) mit damit verbundenen negativen Ergebnisbeiträgen haben das positive Stammgeschäft in der Pharma & Life Science Division im 3. Quartal beeinträchtigt. Dadurch sank die EBIT-Marge kumuliert auf 2,8%. Ein gesunder Auftragsbestand und Erfolg versprechendes Angebotsvolumen an allen Standorten sollten im letzten Quartal zu einer Ertragsverbesserung führen.    

Die starke Verfassung der Division Ultrapure Water wird durch das 3. Quartals-Ergebnis untermauert. Die EBIT-Marge kumuliert beträgt 4,8% (Vorjahr 0,5%). Die Tatsache, dass alle zur Division zählenden Firmen positiv arbeiten und es keine Abhängigkeit von einzelnen Großprojekten oder Geschäftsfeldern gibt, weist auf eine stabile weitere Entwicklung hin.

Das negative Ergebnis in der Food & Beverage Division im 3. Quartal resultiert aus den Anlaufverlusten des Neuzugangs KF Service im Zuge der Abwicklung von Altaufträgen sowie von Projektvorlaufkosten. Das EBIT bei Van der Molen war im 3. Quartal bereits positiv und unterstreicht den beschlossenen Restrukturierungsansatz. Beide Einheiten prognostizieren Ergebnisverbesserungen im 4. Quartal.

Nach abrechnungsbedingten Ergebnisrückgängen bei Großprojekten im Vorquartal konnte   die Division Municipal Water Treatment im 3. Quartal ergebnisseitig aufholen. Die Firmenstandorte Südafrika und Dubai konnten ebenso zulegen wie Ungarn, wo durch das gemeinsame Auftreten von Aqua Engineering und Innoterv am Markt bereits positive Ergebnisbeiträge lukriert werden konnten.

Das Ergebnis vor Steuern konnte auf 3,5 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) gesteigert werden. Der Periodenüberschuss nach Ertragssteuern ist von 0,4 Mio. € im Vorjahr auf 2,4 Mio. € gestiegen. Aus den Minderheitsanteilen resultiert ein Negativbetrag aus der Verlustzuweisung in der KF Service. Dadurch erhöht sich der Periodenüberschuss für die Aktionäre von Christ  auf 2,6 Mio. €.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Verhältnis zur Ausweitung des Geschäftsvolumens von 144,4 Mio. € auf 162,2 Mio. €. Das Konzerneigenkapital (inklusive der Minderheitsanteile) ist im Vergleich zum 31.12.2005 von 41,2 Mio. € auf 42,5 Mio. € angestiegen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich durch die gestiegene Bilanzsumme von 28,5% auf 26,2%. 

Der Cash Flow aus der Betriebstätigkeit ist durch die Erhöhung der Vorräte sowie die Abnahme der Verbindlichkeiten mit - 7,4 Mio. € negativ. Die Nettoverschuldung ist gegenüber dem 31.12.05 von 20,4 Mio. € auf 34 Mio. € angestiegen.

Das dritte Quartal war geprägt durch die Finalisierung und Integration von Firmenakquisitionen sowie der operativen Weichenstellung in derzeit verlustbringenden Tochtergesellschaften. Die positiven Impulse hieraus beginnen sich bereits im 4. Quartal Ergebnis verbessernd niederzuschlagen.

Zur Erhöhung der Attraktivität der Christ-Aktie für US-amerikanische Investoren plant das Management die Einrichtung eines ADR (American Depositary Receipt) - Programms, Level I, das in den nächsten Wochen umgesetzt werden soll.

Ausblick

Durch das Gewinnen von attraktiven Aufträgen in allen Divisionen bereits zu Beginn des Schlussquartals wurde die Ausgangssituation für einen Erfolg versprechenden Jahresabschluss gelegt. Das Management geht aufgrund der guten Auftragslage in allen Geschäftsfeldern sowie des anhaltend guten Wirtschaftsklimas für das Geschäftsjahr 2006 nach wie vor von einem Umsatzziel jenseits der € 200 Mio. bei einer weiter verbesserten EBIT-Marge aus.

Kontaktdaten:
Christ Water Technology AG, A-5310 Mondsee, Walter-Simmer-Str. 4
Karl Michael Millauer, CEO, Tel. +43 664 2002305
Harald Wegscheider, CFO, Tel. +43 6232 9011 1002

Ralf Burchert, Investor Relations & Unternehmenskommunikation
Tel. +43 (0)6232 5011 1113, Fax +43 (0)6232 5011 1109, E-Mail: ralf.burchert@christ-water.com

 
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